Yield-Management: Unterschied zwischen den Versionen

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Leistungsträger oder Veranstalter versuchen ihre Produkte so zu gestalten um den möglichst hohen Ertrag zu erzielen.
 
Leistungsträger oder Veranstalter versuchen ihre Produkte so zu gestalten um den möglichst hohen Ertrag zu erzielen.
Abhängig ist das ganze von der [[Eigenschaft touristische Produkte]].
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Yield-Management bezieht sich auf Kapazitäts- und Preissteuerung.
 
Yield-Management bezieht sich auf Kapazitäts- und Preissteuerung.

Version vom 22. Juli 2020, 09:06 Uhr

Yield-Management oder Ertragssteuerung (Yield=Ernte).

Leistungsträger oder Veranstalter versuchen ihre Produkte so zu gestalten um den möglichst hohen Ertrag zu erzielen. Abhängig ist das ganze von der Eigenschaft touristische Produkte.

Yield-Management bezieht sich auf Kapazitäts- und Preissteuerung.


Yield-Management bei Fluggesellschaften

Ziel ist die Maximierung von Ertrag und und Auslastung pro Flug (möglichst viele Gäste zu möglichst hohen Preisen). Die Elemente dabei sind:

  • Pricing: Flugpreise so angepasst, dass Fluggäste an ihrer „Schmerzgrenze“ buchen – Kunden haben unterschiedliche Zahlungsbereitschaft für das Produkt.
  • Kapazitätsanpassung: Hier Größeres oder kleineres Fluggerät eingesetzt (z.B. Boeing-747 auf der Strecke Frankfurt-Hannover zu Messezeiten und ein Airbus A319 zu Normalzeiten) oder es werden Zusatzflüge eingerichtet.
  • Überbuchung: Flüge werden bewusst überbucht, da mit Stornos/No-Shows gerechnet wird.

Die Bestimmung von Preisen und Kapazitäten läuft dabei in komplexen Systemen ab und ist abhängig von:

  • Buchungszeitpunkt,
  • Aktuellem Buchungsstand,
  • Wettbewerbssituation
  • Historischen Daten (Buchungen, No-Shows,Veranstaltungen, Messen, Ferien,...)

Die Steuerung kann nach Strecken (Umsteigeverbindungen vs. Non-Stop-Flüge), Zielgruppen (Kinder, Studenten,...) oder Verkaufsregionen/Vertriebswegen erfolgen.

Yield-Management bei Reiseveranstaltern

Durch Frühbucherrabatte können Kunden zum frühen Buchen animiert werden. Nicht verkaufte Produkte werden neu zusammengestellt oder Rabattiert (Last-Minute-Angebote).

Das Problem bei Rabattierungen besteht daran, den Kunden langfristig an günstige Preise zu gewöhnen (weniger Kunden buchen zum Normalpreis, sondern warten auf Sonderangebote).


Autoren: Prof. Dr. Alexander Dingeldey